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GEG: Welche Bedeutung hat Holz für die Wärmeversorgung in Deutschland?

Deutschland befindet sich mitten in der Energiewende. Schon bald sollen Wärme und Strom überwiegend aus regenerativen Quellen gewonnen werden, die Gas- und Ölheizungen werden zu Recht schrittweise auf das Altenteil abgeschoben. Aber welche Rolle spielt in der Wärmeversorgung der Zukunft eigentlich Holz?

 

Holz ist feste Größe unter erneuerbaren Energiequellen

Im Jahr 2022 wurden 20,8 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt. Damit stieg dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent. Das sagen die neusten Analysen des Umweltbundesamtes. Zu diesen erneuerbaren Energien gehört auch Holz. In etwa 1,1 Mio. deutschen Haushalten werden Scheitholz, Holzpellets oder Holzhackschnitzel in Heizkesseln als primäre Energiequelle genutzt. Außerdem gibt es etwa 11,2 Millionen Einzelraumfeuerstätten, überwiegend Kaminöfen und Kachelöfen, die Wohnräume beheizen. Damit leistet Holz als feste Biomasse den größten Beitrag für die erneuerbare Wärmeversorgung: Im Jahr 2020 wurden in den privaten Haushalten 37,4 Prozent der erneuerbaren Wärmeenergie aus Scheitholz, Holzpellets oder Holzhackschnitzel produziert.

 

Holz bekommt als erneuerbare Energiequelle neuen Antrieb

Zum neuen Jahr nimmt die Energiewende weiter Fahrt auf: Ab dem 1. Januar 2024 müssen in nahezu allen Neubauten Heizungen mit 65 Prozent Erneuerbarer Energie eingebaut werden. Das besagt das Gesetz für Erneuerbares Heizen – das Gebäudeenergiegesetz (GEG) – mit dem der Weg zu klimafreundlichen Heizungen begangenen werden soll. Perspektivisch soll bis Mitte 2028 die Nutzung von mindestens 65 Prozent Erneuerbarer Energie für alle neuen Heizungen verbindlich sein.

Aktuell werden viele Gebäude mit Gas oder Öl beheizt, mit dem Gesetz für Erneuerbares Heizen und attraktiven Förderungsmöglichkeiten soll Stück für Stück der Umstieg auf erneuerbare Energien gelingen. Dabei ist wichtig, dass zum 1.1.2024 keine Bestandsheizungen ausgebaut werden müssen. Erst wenn Bestandsheizungen nicht mehr repariert werden können und ein Austausch notwendig wird, muss auch der Wechsel auf eine Heizung mit erneuerbarer Energie erfolgen. Erfreulicherweise wird auch das Heizen mit Holz als klimafreundlich eingeschätzt.

Egal, ob Sie mit der Planung eines Neubaus beschäftigt sind, eine neue Heizungsanlage fällig ist oder Sie „nur“ die Heizkosten der bestehen Zentralheizung senken möchten – ergibt es Sinn, auf einen Kaminofen zu setzen, in dem regional geschlagenes Brennholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft genutzt wird.

Die aus dem GEG hervorgehenden Auflagen beziehen sich ausschließlich auf Heizungsanlagen, NICHT auf die Installation und den Betrieb eines modernen Kaminofens. Ganz im Gegenteil: Einzelraumfeuerstätten können mit bis zu 10 % auf die geforderten 65 % Erneuerbaren Energien angerechnet werden und sind somit umweltpolitisch absolut gewollt.

 

Zukunftsweisender Energiemix: Luftwärmepumpe und wasserführender Kaminofen

Besonders interessant ist die Kombination aus Wärmepumpe und wasserführendem Kaminofen. Diese Form des nachhaltigen Heizens ist beliebt: Im Jahr 2022 stieg der Absatz von Heizungswärmepumpen auf 236.000 Geräte und damit um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch effizienter wird das Heizen in Kombination mit einem wasserführenden Kaminofen. Der Clou: Wenn die Außentemperatur sinkt, übernimmt der Kaminofen die Hauptarbeit. Denn Luft/Wasser-Wärmepumpen können bei Minusgraden nicht mehr ihre optimale Leistung erbringen und das Wasser wird mittels Strom erwärmt – teurem Strom. Wer einen wasserführenden Kaminofen installiert, kann im Winter nicht nur seinen Wohnraum mit heimeliger Wärme heizen: Über die Wärme des Kaminofens wird auch das durch den Ofen geführte Wasser erhitzt. Dieses wird über ein Leitungssystem über den Pufferspeicher nach Bedarf in das Heizsystem des Hauses eingespeist.

 

Ob als punktuelle Wärmequelle im Winter oder als Bestandteil eines nachhaltigen Heizsystems: Eins ist klar, Holz spielt uneingeschränkt eine wichtige Rolle in der Wärmeversorgung in Deutschland. Die aktuellen Gesetzgebungen wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG) stärken weiter die Rolle des Holzes in der Energiewende.